Die Berufsunfähigkeitsversicherung gehört nach Meinung von Versicherungs- und Verbraucherexperten zu den wichtigsten Instrumenten der Absicherung und Vorsorge. Trotzdem kommt dieses Thema bei den meisten Verbrauchern nach wie vor zu kurz. Und wer vorsorgt, spart oft an der falschen Stelle. Wie sieht eine optimale Berufsunfähigkeitsversicherung aber aus?
Es kann jeden treffen
Berufsunfähigkeit ist schon lange kein Phänomen der Handwerks- und Bauberufe mehr. Aufgrund der Tatsache, dass Krankheiten (Krebs, Infarkte uvm.) sowie psychische Leiden das Gros der Fälle ausmachen, sollte klar sein, dass es jeden Erwerbstätigen treffen kann. Daher sollte die Berufsunfähigkeitsversicherung auch einen breiten Geltungsbereich abdecken. Dazu gehört auch, dass die Leistung nicht an den erlernten Beruf, sondern die zuletzt ausgeübte Tätigkeit geknüpft ist.
Ein weiterer Punkt betrifft die abstrakte Verweisbarkeit. Dahinter verbirgt sich das Recht des Versicherers, den Versicherungsnehmer in eine andere Tätigkeit zu verweisen, was mit einer Leistungsverweigerung einhergeht. Speziell diese Vertragsklausel wird kritisch gesehen. Und wie sieht es mit den Leistungen der BU-Versicherung aus? Letztere müssen den Lebensunterhalt decken können, sollten sich also am tatsächlichen Bedarf orientieren. Wer vor einigen Jahren einen Vertrag abgeschlossen hat, sollte diesen regelmäßig prüfen – sowohl unter dem Aspekt der Verweisbarkeit als auch einer Anpassung an die aktuelle Lebenssituation.
Übrigens: Die Berufsunfähigkeitsversicherung sichert individuelle Risiken ab. Daher sind für den Beitrag Leistungen, Alter und Gesundheitszustand entscheidend. Ein früher Abschluss der BU-Versicherung sorgt nicht nur für Sicherheit, sondern lohnt sich auch wegen niedrigerer Einstiegsprämien.