Hundekrankenversicherung mit Op-Schutz

Hunde gehören zur Familie, weshalb den Besitzern das Wohlergehen des Vierbeiners sehr am Herzen liegt. Wie auch der Mensch, sind auch Hunde vor etwaigen Verletzungen und Krankheiten nicht gefeit. Damit eine etwaige Operation nicht an den Kosten scheitert, ist der Abschluss einer Hundekrankenversicherung mit Op Schutz empfehlenswert.

Verletzungen oder Krankheiten machen OP oft unabdingbar

Ein Verkehrsunfall kann für unsere tierischen Kameraden schnell mit lebensbedrohlichen gesundheitlichen Schäden einhergehen. Hierbei kann es zu schwerwiegenden Brüchen, Quetschungen innerer Organe und gefährlichen Blutungen kommen. Nicht selten hängt dabei das Hundeleben von einer Operation ab. Daneben zeigt ohnehin die Hälfte der anerkannten Hunderassen Dispositionen für Erbkrankheiten. Der Mops oder der Pekinese leiden etwa häufig unter Atemwegserkrankungen, während es beim Dalmatiner oder Siberian Husky immer wieder zu Kehlkopflähmungen kommt. Collie, Golden Retriever, Dobermann, Rottweiler, Dackel oder Pudel haben dagegen überdurchschnittlich mit Katarakt (grauen Star) zu kämpfen und können hierbei erblinden. Eine Fehlentwicklung des Hüftgelenks (Hüftgelenksdysplasie) ist weit verbreitet und tritt vor allem bei großwüchsigen Rassen auf. Für eine Verletzung des Kniegelenks (Patellaluxation) sind dagegen insbesondere kleinere Hunde wie Zwergpudel, -Spitz und -Spaniel anfällig. Daneben können auch Tumore und Schlaganfälle die Gesundheit und das Leben des Hundes gefährden. Viele der genannten Erkrankungen und Beschwerden lassen sich lediglich mit einer Operation lindern und heilen.

OP-Abrechnung erfolgt auf Basis der GOT

In Deutschland gibt es kein Gesetz, dass die Kosten für tierärztliche Eingriffe vorschreibt. Allerdings gibt es einen Rahmen, innerhalb dessen sich die Ober- und Untergrenzen für eine Behandlung bewegen müssen. Es handelt sich hierbei um die Gebührenordnung für Tierärzte (GOT). Die darin festgelegten Gebührensätze sind Einfachsätze, die nicht unterschritten werden dürfen. Der 3-fache GOT-Satz stellt zugleich die absolute Obergrenze dar, der lediglich in Ausnahmesituationen abgerechnet werden darf.
Ansonsten liegt die Gebührenhöhe im Ermessen des Tierarztes und wird vor allem durch die Schwere des Falls, Tageszeit etc. beeinflusst.

Die Operation des Hundes kann je nach Verletzung bzw. Erkrankung sehr teuer werden.
Laut GOT kann eine operative Frakturbehandlung über 300 Euro kosten – nur die reine OP! Dies gilt auch bei einer Kreuzbandruptur mit Meniskusresektion oder für Magen-, Darmresektionen sowie eine Operation der Gallenblase die knapp 200 Euro kostet. Eine Operation an der Lunge oder Luftröhre schlägt mit fast 300 Euro zu Buche. Müssen dagegen Fehlstellungen der Hüfte korrigiert und dabei Knochen durchtrennt werden (Osteotomie), werden mehr als 400 Euro fällig. Bei diesen Kosten sind die erforderlichen Untersuchungen, Behandlungen, Medikamente und Unterkunft noch nicht mit eingerechnet. So kann sich die Rechnung beispielsweise bei einem Kreuzbandriss, bei der ein Titangelenk eingesetzt werden musste, schnell auf insgesamt 1.700 Euro aufsummieren.

Kein Kostenrisiko mit einer Hundekrankenversicherung

Diese hohen Kosten müssen Sie allerdings nicht aus eigener Tasche bezahlen. Denn eine Krankenversicherung gibt es nicht nur für Menschen, sondern auch für Hunde. Und diese kommt auch für Operationen auf. Sie zeichnet sich grundsätzlich durch eine freie Krankenhaus- und Arztwahl aus, wobei sowohl kurz- wie auch längerfristige Aufenthalte in als versichert gelten.

Welche Faktoren den Beitrag beeinflussen

Heutzutage bieten viele Versicherer eine Hundekrankenversicherung mit Op-Schutz an. Diese unterscheiden sich hinsichtlich des Preises wie auch der Leistungen teils erheblich. Nahezu alle sehen Limitationen in Bezug auf die Kostenübernahme vor. Einige Anbieter veranschlagen etwa eine Maximalerstattung von 5.000 Euro pro Jahr. Den Beitrag können Sie durch Vereinbarung einer Selbstbeteiligung reduzieren. Nicht selten ist eine Selbstbeteiligung jedoch sogar standardmäßig enthalten und beträgt in der Regel 20% der entstandenen Kosten. Auch längere Vertragslaufzeiten gehen mit günstigeren Beiträgen einher. Ansonsten hängt der Beitrag der Hundekrankenversicherung mit Op-Schutz auch von der Rasse und Schulterhöhe, insbesondere aber auch vom Alter des Hundes ab. Denn je älter der Hund zu Beginn der Versicherung ist, desto höher ist das Risiko, dass dieser erkrankt. Für ältere Hunde muss demnach mehr bezahlt werden. Einige Versicherer erheben überdies Aufschläge, wenn der Vierbeiner nicht gechipt ist und auch keine Tätowiernummer trägt.

Welche Kriterien für die Wahl wichtig sind

Bevor Sie sich für den Abschluss einer Hundekrankenversicherung mit Op-Schutz entscheiden, sollten Sie darauf achten, dass im Zusammenhang mit einem Op-Eingriff auch die Kosten für eventuell notwendige Nachbehandlungen erstattet werden. Bei der Wahl der Versicherung sollten Sie zudem prüfen, ob sich die Maximalerstattung auf eine Behandlung oder auf das ganze Jahr beschränkt. Denn kostspielige Behandlungen können bei Erreichen der Grenze schnell zu Lasten des eigenen Geldbeutels gehen. Prüfen Sie zudem, ab wann Ihnen die Leistungen der Hundekrankenversicherung zur Verfügung stehen (Wartezeit). Wird die Operation für Ihren Hund auch im Ausland übernommen? Auch die Kosten für Unterbringung werden nur für eine bestimmte Anzahl an Tagen oder Kostenhöhe getragen. Nur wenige Tarife sehen auch eine Kostenübernahme für Physiotherapie nach einer OP vor.

Um dem Vierbeiner eine bestmögliche medizinische Versorgung zu ermöglichen ohne dabei selbst tief in die Tasche greifen zu müssen, lohnt die Vereinbarung einer Hundekrankenversicherung mit Op-Schutz. Diese muss dabei nicht zwingend im Paket mit einer Hundehaftpflichtversicherung abgeschlossen werden. In manchen Fällen kann es durchaus günstiger sein, beide Versicherungen getrennt voneinander zu betrachten.

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