Zukünftige Lebensumstände bei der privaten Altersvorsorge berücksichtigen

Private Altersvorsorgeprodukte werden täglich abgeschlossen, um die Versorgungslücke im Alter zu schließen. Die Riester-oder Rürup-Rente, die Lebensversicherung oder die private Rentenversicherung in ihren vielfältigen Formen kommen dabei bei vielen Verbrauchern zum Einsatz.

Beim Abschluss eines solchen Vertrages werden Abschlussgebühren fällig. Verständlich, denn der Vertrieb, also vordergründig die Vermittler der Produkte und die Verwaltungskosten müssen bezahlt werden. Somit gehen die ersten eingezahlten Sparraten, je nach Produkt, für die Abschlusskosten drauf.

Die Abschluss- und Vertriebskosten werden von den getätigten Einzahlungen abgezogen. Umso ärgerlicher ist es, wenn ein abgeschlossener Vertrag nicht der richtige war. Innerhalb der gesetzlichen Kündigungsfrist ist es nicht so schlimm. Wurden aber über Monate hinweg Einzahlungen in den Vertrag geleistet, dann ist der eingezahlte Betrag im Vertrag durch die Verrechnung mit den Gebühren viel niedriger.

Deshalb ist es wichtig, sich vor dem Abschluss eines Vertrages sicher zu sein, ob es das richtige Produkt ist. Außerdem sollten weitere Faktoren berücksichtigt werden. Zum Bespiel sollte eine sich eventuell anbahnende Selbstständigkeit bei der Produktsuche bedacht oder eine Familiengründung eingeplant werden, auch wenn diese erst in einigen Jahren ansteht. Die Absicherung der Arbeitsleistung durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung sollte ebenfalls nicht vernachlässigt werden.

So gibt es beispielsweise bei Altersvorsorgeprodukten die Möglichkeit, die Rentengarantiezeit auf viele Jahre festzulegen. Wenn beim Vertragsabschluss noch kein Partner vorhanden ist, kann durch den Abschluss einer längeren Rentengarantie und späterer Hinzunahme des Partners, dieser abgesichert werden, wenn der Versicherungsnehmer in dieser Rentengarantiezeit verstirbt.

Bei einer kapitalbildenden Lebensversicherung steht neben dem Spargedanken, die Absicherung der Familie oder einer bestimmten Person im Todesfall im Vordergrund. Deshalb sollte genau überlegt werden, welcher Risikoschutz einer Familie ausreichen könnte.

Eine Selbstständigkeit bringt dem Versicherten weitere Möglichkeiten, bspw. die private Vorsorge anders zu gestalten. Sollte diese Absicht vorhanden sein, ist dies bei der Produktsuche oder dem Gespräch mit einem Berater zu berücksichtigen.

Einige Berater tendieren leider eher dazu, schnell einen Produktabschluss zu suchen, um die Provisionen, die der Abschluss mit sich bringt, zu kassieren, als eine lange Beratung durchzuführen. Demzufolge ist eine weitsichtige Beratung bzw. ein vermeintlich verzögerter Versicherungs-Abschluss nicht im Interesse einiger Berater.

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